AUSGEWÄHLTE GIPFELBLICKE
                    © Erich Arndt
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      Vulkane weltweit    COTOPAXI
5.897 m
Geografie: Der   Cotopaxi    ist   der   zweithöchste   Berg   Ecuadors   und   einer   der   höchsten aktiven   Vulkane   der   Erde.   Er   liegt   in   dem   nach   ihm   benannten   Nationalpark in   der   gleichnamigen   Provinz   Cotopaxi   etwa   50 km   südlich   von   Quito.   Er gehört    zur    Allee    der    Vulkane “    in    den    östlichen    Anden .     Durch    seine regelmäßige,   konische   Form   und   die   Eiskappe   auf   dem   Gipfel   entspricht   der Berg dem Idealbild eines Stratovulkans. Unsere Aufstiegsroute: Die   Besteigung   des   Gipfels   erfolgt   über   die   Normalroute   von   der   Berghütte Refugio José Rivas (4.864 m) aus. Die Aufstiegsstrecke beträgt ca. 4,0 km. Unsere Abstiegsroute: Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.   Anstrengung: Die Tourlänge liegt etwa zwischen 9-10 Std. Ich habe mit der Dreierseilschaft 6:15 Std. für den Aufstieg und 3:15 Std. für den Abstieg inkl. der Rastzeiten benötigt.  Ausrüstung: Vollständige Hochgebirgsausrüstung erforderlich. Gefahren: Wetterumstürze; Wegefindung bei Nebel; Höhenanpassung erforderlich. Bemerkungen: Weil    die    Erdkugel    ein    Rotationsellipsoid,    und    damit    am    Äquator    etwas dicker “   ist,   als   an   den   Polen,   ist   der   Cotopaxi   vom   Mittelpunkt   der   Erde   aus gemessen, nach dem Chimborazo, der zweithöchste Berg der Erde.
Letzte Aktualisierung: 31.05.2020
Nach   dem Abendessen   gegen   17:30   Uhr   wird   im   Refugio   José   Rivas das    Matratzenlager    für    eine    vierstündige    Ruhezeit    genutzt,    denn schon   um   23:00   Uhr   kommt   Leben   in   die   Hütte.   Bevor   die   Tour   auf den      noch      aktiven      Vulkan      Cotopaxi      beginnt,      wird      den Gipfelaspiranten   kurz   vor   Mitternacht   ein   leichtes   Frühstück “   und Tee angeboten. Ich   schlürfe   eine   Tasse   Heeßen   und   bin   damit   zufrieden,   denn   der Magen   sollte   vor   dem   Aufbruch   nicht   übermäßig   belastet   werden. Der Dienstag geht in den Mittwoch über. In   voller   Hochtourenausrüstung   und   warm   eingepackt   geht’s   gegen 24:00    Uhr    in    die    sternenklare    Nacht    hinaus.    Im    Schein    der Stirnlampen   steigen   die   Bergführer   und   ihre   neun   Gipfelaspiranten zunächst       zusammen       über       einen       Geröllhang       bis       zum Gletschereinstieg   auf   5.100   m   hinauf. Am   Rand   des   Eises   werden   die Steigeisen   angelegt   und   die   Seilschaften   gebildet.   Francesco   fungiert als   Bergführer   und   klinkt   Thomas   und   mich   ins   Seil   ein.   Schon   nach wenigen   Metern   ist   zu   merken,   dass   es   steil   hinaufgeht.   In   einem weiten   Bogen   stapft   die   Dreierseilschaft   in   Richtung   Westen   bis   zu einer   breiten,   etwas   flacheren   Rippe,   die   auf   ca.   5.500   m   liegt.   Von dort    führt    die    Route    fast    geradlinig    westlich    an    der    Felswand Yanasacha “   (Schwarzer   Fels)   vorbei.   In   sanften   S-Linien   steigen wir   in   den   folgenden   drei   Stunden   den   Hang   hinauf.   Bei   einer   Rast entscheidet   Marcelo,   dass   er   mit   mir   und   Isabella   weiter   gehen   wird. Francesco nimmt Thomas ans Seil und folgt uns.  Im     oberen     Bereich     des     Vulkans     hat     der     Gletscher     diverse spektakuläre    Spalten    gebildet.    Marcelo    als    Frontmann    unserer Seilschaft    findet    ortssicher    den    richtigen    Weg.    Am    Ende    dieser Passage   ist   ein   Sattel   erreicht,   der   sich   unterhalb   des   Kraterrandes befindet.   Von   dort   sind   es   nur   noch   wenige   Aufstiegsminuten   bis zum   Hauptgipfel.   Um   6:15   Uhr,   mit   Sonnenaufgang,   sind   Marcelo, Isabella   und   ich   am   Ziel:   Der   5.897   m   hohe   Cotopaxi   ist   erklommen -   wir   stehen   am   äußersten   Kraterrand   auf   der   Nordseite   des   Vulkans. Nach   einer   Umarmung   der   Bergkameraden   werden   Glückwünsche
ausgesprochen     und     das     Gipfelfeeling     genossen:     Es     ist     der atemberaubende   Blick   in   den   ca.   300   m   tiefer   liegenden   Krater,   der etwa   einen   Durchmesser   von   800   m   hat.   Dampfsäulen   steigen   aus seinem    Grund    empor.    Und    dann    gibt    es    da    noch    das    grandiose Gipfelpanorama    zu    bestaunen,    das    alle   Aufstiegsmühen    vergessen lässt. Alle Mitglieder unseres Teams haben es geschafft – Gratulation! Der   Cotopaxi   galt   bereits   in   der   Zeit   vor   den   Inkas   als   heiliger   Berg. Eine   Namensdeutung   ist   die   als   Thron   des   Mondes “.   Eine   andere Deutung   nach   der   Sprache   der   Cayapa-Indianer   könnte   als   Süßer Hals der Sonne “ übersetzt werden. Die   Erde   ist   ein   Rotationsellipsoid,   das   bedeutet,   dass   sie   am   Äquator etwas    dicker “    als    an    den    Polen    ist.    Vom    Erdmittelpunkt    aus gemessen    ist    somit    der    Cotopaxi,    nach    dem    Chimborazo,    der zweithöchste Berg unseres Planeten. Der Vulkan   galt   lange   Zeit   als   höchster   aktiver Vulkan   der   Erde.   Nach neuesten   Erkenntnissen   wird   jedoch   nunmehr   der   ruhende   Ojos   del Salado (6.893 m) in Chile als Spitzenreiter geführt. Nach   einer   Viertelstunde   Gipfelschau   geht’s   wieder   hinab.   Das   ist   das seltsame   Los   eines   Bergsteigers,   der   im   Augenblick   seines   Sieges bereits    wieder    verzichten    muss.    Nie    kann    er    ruhig    besitzen,    denn kaum   hat   er   den   Gipfel   erobert,   muss   er   schon   wieder   hinunter!   Nach 3:15    Stunden    Abstieg    über    die    gleiche    Route    ist    die    Berghütte erreicht.    Eine    Rast    wird    eingelegt,    dann    stapfen    wir    die    200 Höhenmeter    mit    den    geschulterten    schweren    Rucksäcken    hinunter zum   Parkplatz,   wo   schon   der   Bus   auf   uns   wartet,   der   die   Gruppe   nach Baños   bringt. Auf   der   120   km   langen   Fahrt   kommen   wir   am   aktivsten Vulkan    Ecuadors,    dem    Tungurahua    (5.023    m)    vorbei.    Der    am Ostabhang     der     Anden     liegende     Vulkan,     der     übersetzt     Feuer speiender   Schlund “   heißt,   hat   eine   perfekte   Kegelform   und   bietet   ein einzigartiges   Fotomotiv.   Nach   dem   Check-in   im   Gästehaus   in   Baños nimmt   der   weitere   Tag   geruhsame   Züge   an   und   endet   frühzeitig   nach einem Pizzaessen im Bett.
Im Reisetagebuch geblättert (Dienstag / Mittwoch, 03.09. – 04.09.2019)                                                                                                             Aufstieg zum zweithöchsten Berg der Erde
Mountain Hiker Chimborazo Chimborazo Stromboli Stromboli Der Cotopaxi ist ein Idealbild eines Stratovulkans Auf dem Kraterrand angekommen Aufbruchstimmung in Quito - es geht der Betrghütte des Cotopaxi entgegen Unser Ziel ist in Sicht Der Cotopaxi dominiert die Landschaft Am Eingang des Nationalparks müssen sich die Besucher registrieren Vom Parkplatz bis zur Berghütte muss man etwa 200 Höhenmeter emporsteigen Die Hütte José Rivas liegt 4.864 m hoch Gemeinsame Teerunde vor dem Abendessen Der Kopf ist das dritte Bein am Cotopaxi oder Brett vorm Kopf Marcelo zeigt wo es in der Nacht langgeht Isabella am steilen Hang Einige Passagen sind mit Büßereis bzw. Zackenfirn belegt Der Pfad führt mitten durch die Spaltenzone des Gletschers Gefährlich schön! Mit Sonnenaufgang ist die Gipfelnähe erreicht Die aufgehende Sonne wirft den Bergschatten Nach und nach treffen alle Mitglieder unseres Teams auf dem Gipfel ein In Farben gebettet Auch diese vier Helden haben es geschafft Auch Isabella und Erich sind angekommen Das komplette Team hat den Cotopaxi erobert Stillleben ... Blick in den dampfenden Krater des Cotopaxi Vesuv Vesuv Ein Gefühl der grenzenlosen Freiheit