AUSGEWÄHLTE GIPFELBLICKE
© Erich Arndt
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Ausgewählte Gipfelblicke
Ausgewählte Gipfelblicke
KALA PATTHAR
5.545 m
Geografie:
Der
Kala
Patthar
ist
eigentlich
ein
Vorgipfel
des
7.161
m
hohen
Pumori.
Er
liegt
im
Mahalangur
Himal
in
der
Region
Khumbu
im
Südosten
Nepals.
Als
Aussichtspunkt
bietet
der
Kala
Patthar
einen
beeindruckenden
Blick
auf
den
Mount
Everest,
Lhotse
und
Nupse.
Er
gehört
zu
den
beliebtesten
Trekkingziele im Khumbugebiet.
Unsere Aufstiegsroute:
Die
Besteigung
des
Berges
erfolgt
von
der
Siedlung
Gorak
Shep
aus.
Einem
sichtbaren
Pfad
folgend
geht
anfangs
auf
guter
Furt
den
Bergrücken
hinauf
und später über Blockgestein zum Gipfel.
Unsere Abstiegsroute:
Der Abstieg erfolgt in der Dunkelheit über die Aufstiegsroute.
Anstrengung:
Der Gipfelaufstieg ist eine relativ einfache Bergwanderung. Die Passagen
über das Blockgestein sind etwas anstrengend. Ebenso belastend ist mit
zunehmender Höhe die trockene und dünne Luft.
Ausrüstung:
Trekkingschuhe und dem Wetter angebrachte Schutzkleidung.
Gefahren:
Höhenanpassung erforderlich.
Bemerkungen:
Die
Bezeichnung
Kala
Patthar
bedeutet
„
Schwarzer
Stein
“.
Da
der
Südgipfel
„nur“ 5.545 m hoch ist, zählt er in Nepal offiziell nicht zu den Bergen.
Letzte Aktualisierung: 30.05.2020
Mittlerweile
sind
schon
zwei
Wochen
vergangen.
Die
Zeit
hat
einen
anderen
Stellenwert
bekommen.
Die
Nacht
ist
kalt,
da
täuscht
auch
die
nur
2 °C
„
warme
“
Schlafkammer
nicht
hinweg.
Der
Verdauungsprozess
des
Yak-Steaks
fällt
wesentlich
intensiver
aus
als
gedacht.
An
einen
geruhsamen
Schlaf
ist
bei
mir
lange
nicht
zu
denken.
Hinzu
kommt
in
der
Morgenstunde
eine
weitere
Schlafstörung.
Eine
früh
aufbrechende
Gruppe
(Australier)
poltern
mit
den
Bergschuhen
derartig
laut
über
den
Holzfußboden
der
oberen
Etage, dass man fast aus dem Schlafsack fällt.
Von
Tag
zu
Tag
ist
festzustellen,
dass
die
„
Hustenserenade
“
bei
den
Wanderern
zunimmt.
Die
Ursache
liegt
förmlich
in
der
Luft.
Die
kalte
und
trockene
Hochgebirgsluft
zieht
die
Muskeln
der
Bronchien
zusammen.
Die
Folge:
Die
Atmung
erschwert
sich
–
Reizhusten
stellt
sich
ein.
Der
effektivste
Schutz
gegen
den
„
Kumbuhusten
“
ist
ein
Tuch vor dem Mund zu binden, durch das man ein- und ausatmet.
Der
Tag
beginnt.
7:00
Uhr
Frühstück:
Toast
mit
Honig
und
Marmelade,
Cornflakes
mit
Milch,
vegetarisches
Omelette.
Am
Mittwoch
startet
die
Gruppe
um
7:45
Uhr.
Ein
weiterer
schöner
Sonnentag
wird
den
Trekkern
gewährt.
Die
Tour
geht
von
Lobuche
nach
Gorak
Shep.
Am
Nachmittag
steht
die
Gipfelbesteigung
des
Südgipfels des Kala Patthar (5.545 m) auf dem Programm.
Der
am
Rande
des
Khumbu
Gletschers
verlaufende
Weg
steigt
nur
230
Höhenmeter
bis
nach
Gorak
Shep
an.
Vegetation
und
kleine
Ortschaften
gibt
es
in
dieser
alpinen
Hochgebirgszone
nicht
mehr.
Die
bisherige
Einsamkeit
hat
jetzt
endgültig
auf
dem
direkten
Weg
zum
Basislager
des
Mount
Everest
ihr
Ende
gefunden,
denn
zahlreiche Trekker und Bergsteiger sind auf dem Trail unterwegs.
Nach
drei
Stunden
Gehzeit
ist
die
letzte
Sherpa-Siedlung
Gorak
Shep
und
unser
Quartier,
die
BUDDHA
LODGE,
erreicht.
Dank
der
Organisation
unserer
Guides
klappt
es
trotz
des
Besucheransturms
mit
einer
ordentlichen
Schlafgelegenheit.
Die
Kammer
ist
sauber,
die
Ablage
beengt,
Haken
für
die
Kleiderablage
fehlen
wie
fast
überall.
Der
höchste
Übernachtungsort
des
Khumbu
liegt
auf
einer
Höhe
von
5.140 m.
In
Anbetracht
dieser
Umstände
sind
die
beiden
Lodges
von
Gorak
Shep
überraschend
komfortabel
eingerichtet.
Natürlich
darf
man
keine
Wunderdinge
hinsichtlich
der
hygienischen
Verhältnisse
erwarten.
Die
Unterkunft
befindet
sich
schließlich
330 Höhenmeter
über
dem
Gipfel
des
Mont
Blanc.
Hoch
über
uns
beherrscht
der
Pumo
Ri
(7.165
m)
und
der
Nupse
(7.864
m)
die
Szene.
Der
schneefreie
Kala
Patthar
(schwarzer
Stein)
erscheint
gegenüber
den
Riesen
als
kleiner
Wander-
und
Aussichtsberg.
Nachdem
ein
Teller
Spaghetti
verspeist
ist,
wird
geruht,
denn
ab
15:00
Uhr
soll
es
auf
den
Gipfel
gehen.
Mit
wenig
Gepäck
findet
sich
die
gesamte
Gruppe
zur
vereinbarten
Zeit
vor
der
Lodge
ein.
In
zwei
Aufstiegsstunden
soll
der
Gipfel
erreicht
sein,
um
das Farbspiel des Sonnenunterganges am Mount Everest zu erleben.
Der
Weg
zum
Gipfel
wird
kein
Spaziergang,
nach
anfänglich
steiler
Passage
wird
es
steinig.
Nach
einer
Aufstiegsstunde
geht
es
nur
noch
über
Geröll
und
zunehmend
größer
werdende
Gesteinsbrocken.
Einem
Bergfreund
fällt
der
Aufstieg
sichtbar
schwer,
er
bildet
die
Nachhut.
Brigitte
kämpft
mit
der
dünnen
Luft.
Nach
zwei
Aufstiegsstunden
sind
die
flatternden
Gebetsfahnen
am
Gipfel
zu
sehen.
Es
dauert
noch
eine
halbe
Stunde,
bis
auch
dieser
Abschnitt
bewältigt ist. Alle Last fällt ab – es ist geschafft.
Der
Kala
Patthar
–
5.545 m
über
dem
Meeresspiegel
ist
besiegt.
Traumhafte
Bilder
sind
der
Lohn
für
die
Mühen.
Die
Eisgiganten,
vom
Everest
bis
zur
Ama
Dablam,
stehen
im
flammenden
Licht
der
untergehenden
Sonne.
Das
Naturschauspiel
können
die
Spätankommenden
am
Gipfel
nur
15
Minuten
genießen,
danach
ist
alles vorbei.
Der
Abstieg
erfolgt
im
Schein
der
Stirnlampen.
Zwei
Bergfreunde
stürmen
vorweg
und
verlaufen
sich.
Nach
einer
erfolgreichen
Suchaktion
werden
sie
wieder
eingefangen
–
Glück
gehabt!
Gegen
18:45
Uhr
ist
die
aufregende
Bergfahrt
beendet.
2:30
Stunden
Aufstieg,
1:15
Stunden
Abstieg!
Was
bleibt
ist
nunmehr
Erinnerung,
ist der Traumblick auf den Mount Everest.
Ausgepowert
löffeln
die
Bergsteiger
eine
Rara
Nudelsuppe
und
verspeisen
die
gefüllten
Teigtaschen,
die
sich
Momo
Steam
nennen.
Der
Schlafsack
wird
nach
dem
Abendessen
zum
schönsten
Ort,
den
man sich nach der Aufstiegstour wünscht.
Im Reisetagebuch geblättert
(Mittwoch, 02.11.2011)
Sonnenuntergang am Mount Everest