AUSGEWÄHLTE GIPFELBLICKE
© Erich Arndt
Zum Seitenanfang
Zurück zur Startseite
Ausgewählte Gipfelblicke
Ausgewählte Gipfelblicke
LOBUCHE PEAK
6.119 m
Geografie:
Der
Lobuche
Peak
liegt
in
der
Khumbu
-Region
in
Nepal.
Der
Berg
hat
zwei
Hauptgipfel:
den
6.145 m
hohen
Westgipfel
und
den
6.119 m
hohen
Ostgipfel.
Unsere Aufstiegsroute:
Von
der
Siedlung
Gorak
Shep
führt
die
erste
Etappe
bis
zum
Hochlager
auf
5.290
m
Höhe.
Am
frühen
Morgen,
um
2:45
Uhr,
brechen
wir
unter
Leitung
unseres
nepalesischen
Bergführers
zum
Gipfel
auf
(siehe
Tagebuchaufzeichnung).
Unsere Abstiegsroute:
Wie Aufstiegsroute und dann weiter nach Dingboche.
Anstrengung:
Lange
anspruchsvolle
Bergtour,
ausreichende
Akklimatisation
ist
erforderlich
und
gute
Kondition
(T5
–
T6).
Besondere
Anforderungen
hinsichtlich
der
Sicherung sind beim Auf- und Abstieg erforderlich.
Ausrüstung:
Komplette Hochgebirgsausrüstung.
Gefahren:
Alle Gefahren im Hochgebirge.
Bemerkungen:
Der
Lobuche
Ost
ist
ein
beliebtes
Kletterziel
und
gilt
in
Nepal
noch
als
Trekkinggipfel
(Klettergipfel
der
Kategorie
„B“),
obwohl
der
Gipfel
im
Endteil steile Eis- und Schneepassagen enthält.
Letzte Aktualisierung: 30.05.2020
Martin
und
mich
begleitet
Lakpa.
Er
ist
unser
Bergführer,
der
den
Weg
zum
Ostgipfel
des
Lobuche
Peak
gut
kennt.
Das
Equipment,
wie
Zelte,
Packsäcke,
Verpflegung
und
Kochutensilien
tragen
vier
Leute.
Zwei
Träger
stammen
aus
unserem
Team,
zwei
weitere,
die
auch als Köche arbeiten, sind angeheuert.
Nachdem
das
Quartier
in
Lobuche
verlassen
ist,
führt
der
Weg
nach
etwa
einer
halben
Stunde
in
ein
seitliches
Tal.
Eine
Felswand
versperrt
den
Ausgang.
Da
geht
es
hoch.
Ähnlich
wie
der
Aufstieg
zum
Cho
La
Pass
müssen
Geröll
und
Steinblöcke
überwunden
werden.
Nach
etwa
zwei
Stunden
sind
wir
auf
5.290
Höhenmeter
angekommen,
das
Hochlager
des
Lobuche
Peaks
ist
erreicht.
In
windiger
Höhe
werden
zwei
Zelte
errichtet.
Den
Nachmittag
habe
ich
mir
anders
vorgestellt.
Statt
Sonne
herrschen
eisige
Temperaturen
von
-5 °C,
Wolken
vernebeln
die
Sicht.
Nach
einer
wärmenden
Suppe
verkriechen
wir
uns
in
die
Schlafsäcke.
Lakpa
hat
sich
bei
diesem
Wetter
aufgemacht,
um
am
Steilhang
Fixseile
für einen sicheren Aufstieg zu legen. Gegen 17:00 Uhr ist er zurück.
Während
sich
Brigitte
im
HOTEL
FAMILY
an
der
Tomatencremesuppe
und
dem
Apfel-Flitter
mit
Honig
erfreut,
steht
Erich
vor
dem
Zelt
und
löffelt
in
Handschuhen
Dal
Bhat.
Die
Vorbereitungen
für
den
Gipfelgang
sind
getroffen,
der
Rucksack
ist
gepackt.
Alle
Utensilien,
die
noch
angezogen
werden
müssen,
habe
ich
in
den
Schlafsack
gesteckt.
Dort
werden
sie
bis
zum
Aufbruch
warmgehalten.
Der
Blick
zum
Himmel
gibt
Hoffnung.
Ein
Sternenmeer
breitet
sich
über
die
kleinen
Menschen
auf
dem
Berg
aus.
Um
2:00
Uhr
krabbeln
Martin
und
ich
aus
den
Schlafsäcken.
Nun
gibt
es
kein
zurück
mehr
–
der
Aufstieg
zum
Gipfel
des
Eisberges
Lobuche
Peak
beginnt.
Ein
Becher
Tee,
der
aus
dem
Küchenzelt
gereicht
wird,
muntert
auf.
Die
Toastscheiben
mit
Ei
hätten
sich
die
Jungs
sparen
können,
sie
bleiben
unberührt.
Zu
dieser
frühen
frostigen
Stunde,
bei
-10 °C,
hat
niemand
von
uns
Appetit.
Die
Utensilien
wie
Bergschuhe,
Klettergurt,
Goretexjacke,
Strickmütze,
Handschuhe
und
Stirnlampe
werden
angelegt.
Die
Thermosflaschen,
der
Pickel
und
die
Steigeisen
sind
im
Rucksack
verstaut.
Der
Aufstieg
beginnt
um
2:45
Uhr.
Zunächst
führt
die
Tour
über
Schotter,
später
über
Felsen
mit
mächtigen
Gletscherschliffen.
Es
gibt
keinen
Pfad.
Lakpa
findet
zielsicher
eine
Route
über
die
Felshänge.
An
einigen
Stellen
muss
richtig
geklettert
werden.
Nach
etwa
einer
Stunde
werden
die
Steigeisen
angelegt.
Ein
breiter
Schnee-
bzw.
Eisrücken
führt
zum
Fuß
des
etwa
55
–60°
steilen
Süd-Ost-Grates.
Gegen
5:30
Uhr
wird
es
hell.
Um
uns
herum
zeigt
sich
eine
beeindruckende
Gipfelkulisse.
Es
ist
windstill,
die
Luft
ist
kalt
und
klar.
Am
steilen
Eishang
geht
es
eingehakt
an
den
gelegten
Fixseilen
empor.
Der
beschwerlichste
Abschnitt
beginnt.
Mit
allem
Willen,
der
mobilisiert
werden
kann,
steige
ich
Schritt
für
Schritt
in
die
Höhe.
Ab
und
zu
drücke
ich
mir
eine
Dosis
Powergel
in
den
Mund.
Diese
süße
energiereiche
Masse
wirkt
schon
nach
wenigen
Minuten
und
gibt
neue
Kraft.
Nach
der
anstrengenden
Passage
ist
der
Gipfelgrad
erreicht.
Mit
Seil
und
Eispickel
wird
gesichert,
denn
niemand
soll
abstürzen.
Der
schmale
Grad,
auf
dem
wir
uns
nun
bewegen,
zieht
sich
in
zwei
Wellen
steil
ansteigend
zum
eigentlichen
Gipfel
hinüber.
Seitlich
sehe
ich
nicht
hinunter,
denn
die
Abgründe
sind
unglaublich
tief.
Exakt
nach
5
Stunden
haben
es
die
drei
Bergsteiger
geschafft.
Der Gipfel des Lobuche Peak (East) in 6.119 m Höhe ist erklommen.
Die
Rundumsicht
auf
Everest,
Lothse,
Makalu,
Cho
Oyu
und
ihren
Vasallen ist eindrucksvoll. Ein perfekter Tag, an dem alles stimmt.
Beim
dreistündigen
Abstieg
bis
zum
Basislager
dauert
es
lange,
bis
uns
der
nächste
Bergsteigertrupp
entgegen
kommt.
Eine
mehrköpfige
Seilschaft
aus
der
Schweiz
keucht
sich
in
der
Sonne
bergan.
Gegen
11:00
Uhr
sind
Lakpa,
Martin
und
ich
zurück
im
Basecamp.
Freudig
nehmen
uns
die
zurückgebliebenen
Träger
auf
und
teilen
sofort
eine
wärmende
Suppe
aus.
Nach
einer
Erholungsstunde
werden
die
Zelte
abgebaut,
die
Packsäcke
verschnürt,
der
lange,
dreieinhalbstündige
Marsch nach Dingboche beginnt.
Im Reisetagebuch geblättert
(Freitag / Sonnabend, 04.11. – 05.11.2011)
Ein Sechstausender wird erklommen
1. Etappe
2. Etappe